Lutherweg 1521 von Nieder-Weisel nach Bad Nauheim

vom 22.04.2018

Wanderführung P. Brunner

Danke an Phil für den Bericht sowie die Bilder

Die Lutherweg-Wanderung von Nieder-Weisel nach Bad Nauheim konnte am 22.4.2018 mit 20 Teilnehmern (darunter 4 Gäste) wie geplant durchgeführt werden. Die geruhsame Erlebnistour begann gegen 11 Uhr mit einem Gespräch über den evangelischen Johanniterorden in Nieder-Weisel, den ritterlichen Orden Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem aus dem 11.Jahrhundert. Wir erfuhren, dass der Ritterorden, der sich im Zuge der Reformation von den katholischen Maltesern getrennt hat, heute in Deutschland rund 36000 Mitglieder aufweist, die sich u.a. um Unfall-Hilfe und Katastrophenschutz kümmern, und dass in der Nieder-Weiseler Komturkirche (Komturei = Verwaltungsbezirk eines Ritterordens) noch heute der Ritterschlag erfolgt. Diese in der Grundstruktur romanische Kirche ist insofern ein kurioser Sakralbau, als ein Kirchturm fehlt (das Glockengeläut übernimmt die evangelische Dorfkirche) und ein ausgebautes Obergeschoss vorhanden ist, das früher Krankenpflegestation war und heute als Sitzungssaal dient, in dem auch Pilgergruppen auf Feldbetten übernachten können. Mit Wissen gestärkt, ging es dann durch die offene Landschaft (bei leider etwas diesiger Sicht) an blühenden Obstbäumen vorbei (u.a. über eine Speierlingsallee) zum Gasthof "Waldlust" in Ober-Mörlen, den wir gegen 13.30 Uhr erreichten. Nach eineinhalbstündiger Mittagspause führte uns unser Weg an der plätschernden Usa entlang gegen 16.30 Uhr in den Bad Nauheimer Kurpark. Wir hielten uns dann am Sprudelhof auf, einer Anfang des 20.Jahrhunderts im Jugendstil errichteten Kuranlage mit Blickachse zum Bahnhof, von dem wir gegen 17.45 Uhr abfuhren, um eine halbe Stunde später in Frankfurt zu sein. Anscheinend ein gelungener Tag, mit dem wohl alle zufrieden waren.


Frühlingstour

vom 25.03.2018

Wanderführung M. Hoffman S. Kloß

Danke an Monika für den Bericht

Frühlingstour – das Wetter machte dieser Wanderung alle Ehre. 31 gut gelaunte Wanderer fuhren bei strahlend blauem Himmel mit dem Zug nach Langenselbold um dort eine schöne Rundwanderung zu starten. Vom Bahnhof aus gingen wir zum Ruhlsee, einem Naturschutzgebiet, in dem wir zahlreiche Wasservögel zu sehen bekamen. An dessen Ufer entlang liefen wir zum Kinzigsee und danach weiter nach Niederrodenbach. Unterwegs konnten wir viele Wildvögel, wie z.B. Störche und Graugänse, beobachten. Nach einem kurzen Abstecher zum Wehrturm in Niederrodenbach war unser Ziel der Große Buchberg (232 m) . Im Buchberggrill stärkten wir uns mit sehr leckerem Essen. Anschließend wanderten wir leichtfüßig durch den Wald hinunter zum Bahnhof und traten die Heimreise an.


Besuch im Historischen Museum Frankfurt

vom 28.02.2018

Wanderführung H. Springer und A. Ruh

Danke an Helga Springer für den Bericht

AM 28.02.18 besuchten wir das Museum. Dort hatten wir eine Führung, die sehr interessant war. Danach sind wir zur Schlussrast in das Lokal „Steinernes Haus“ Nach der Stärkung fuhren wir heim.


Westend - Gallus

vom 17.02.2018

Wanderführung P. Brunner

Danke an Phil für den Bericht sowie an ... für die Bilder

An den Erkundungen in den Frankfurter Stadtteilen Bockenheim und Gallus am 17.Februar beteiligten sich 16 Vereinsmitglieder sowie als Gast Ursula Oetzel aus Bad Soden. 29 € wurden auf das Vereinskonto überwiesen.

Die Lehrwanderung begann gegen 10 Uhr mit Erläuterungen zum Taubenhaus am Westbahnhof in Bockenheim. Seit 2007 werden dort Tauben betreut und artgerecht gefüttert. Um den Taubenbestand zu reduzieren, werden deren Eier durch Attrappen ersetzt.

Wie angekündigt, führte unser Weg in und durch die Bockenheimer Kuhwaldsiedlung, die nach dem 1.Weltkrieg als Eisenbahnersiedlung (in diesem Fall z.B. für Schaffner und Lokomotivführer) gegründet wurde. Die ältesten Wohnhäuser sind ein- bis zweigeschossig. Die dazugehörigen Gartenflächen heben den Charakter einer grünen Insel zwischen Messe- und Rebstockgelände hervor. Eigene Beobachtungen auf unserem Rundgang und Gespräche mit Einheimischen führten zu der Erkenntnis, dass die etwa 1 qkm große Siedlung unter dürftiger Nahversorgung leidet. Nach und nach schlossen die Post, die Sparkassenfiliale und schließlich auch der letzte Lebensmittelladen („Nahkauf“). Der Busverkehr bleibt außen vor. Lediglich 1 Apotheke und 1 Arztpraxis steht den ca. 3000 Bewohnern zur Verfügung.

Am Rande der Siedlung (eigentlich nicht mehr dazugehörig) befindet sich die Pizzeria Da Salva, Am Römerhof 4. Name und Adresse sollte man sich merken. Die Wahl dieses Lokals als Ort der Mittagsrast wurde wegen des schmackhaften und preisgünstigen Angebots (Holzofenpizza, Pasta, Salate) sehr gelobt.

Bei der anschließenden Begehung des Stadtteils Gallus wurde die Alte Hellerhofsiedlung (zwischen 1901 und 1904 errichtet) mit der jüngeren verglichen, deren Bau 1929 in der Ära des Baudezernenten Ernst May begonnen wurde.

Das Kennzeichen der älteren Siedlung, auf dem Gelände des ehemaligen Hellerhofs von der Hellerhof AG errichtet, ist die Bauweise im „cotton-village-Stil“, d.h. in ornamentiertem, zweifarbig angelegtem Klinkerverband. Mit dem Blick auf die zweigeschossigen Doppelhäuser mit zusätzlichem Dachgeschoss erfreut sich das Auge an den Dachgauben, Treppengiebeln und den regelmäßigen Mustern der norddeutsch anmutenden Klinkersteine. Insgesamt 761 gut ausgestattete und preiswerte Wohnungen für Arbeiter (mit Küche, Bad und WC) sind von 1901 bis 1904 erstellt worden. Die „Arbeitercolonie“ östlich des Taunusbahndamms lag für die Frankfurter ebenso weit weg von der Innenstadt wie die Kolonie Kamerun von Deutschland, so dass schon 1902 für diese Siedlung die inoffizielle Bezeichnung „Kamerunviertel“ auftauchte.

Die Hellhof AG plante in den 20-er Jahren eine weitere Siedlung im anschließenden Osten, in der nicht auf Ästhetik geachtet wurde, sondern auf Zweckmäßigkeit. In die jüngere Hellerhofsiedlung flossen nun die Ideen Ernst Mays ein, der von 1925 bis 1930 als Stadtrat für das Bauwesen Frankfurts zuständig war und sich für den „Bau von Wohnungen für die mindestbemittelte Schicht unserer Bevölkerung“ einsetzte. Die Monatsmiete sollte den Wochenlohn eines Arbeiters nicht überschreiten. Zwischen der Frankenallee und der Idsteiner Straße ist gut zu erkennen, dass die Häuserzeilen (es gab keine frei stehenden Häuser) in Nord-Süd-Richtung angelegt wurden, so dass der kalte Nordwind an den Häusern vorbeiwehte, nicht auf die Häuser zu. Die Schlafräume wurden auf die Morgensonnenseite gelegt, Wohnräume und Loggien auf die Westseite (mit Nachmittags- und Abendlicht). Nach Westen sind den Häuserzeilen Rasenflächen vorgelagert worden, die man (ebenso wie die Dachterrassen) als Gärten nutzen konnte. In den Jahren 1929 bis 1932 entstanden etwa 1200 Mietwohnungen in zwei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern, vor allem Kleinstwohnungen (2- und 3-Zimmerwohnungen zwischen 40 und 50 qm), allerdings mit Bad, Zentralheizung und sog. Frankfurter Küche (ca. 5 qm). Eine Wohnung in der Frankenallee (bei den abschließenden Zeilenbauten in West-Ost-Erstreckung) durften wir besichtigen. Dort sind die Bauten bewusst niedrig gehalten, damit den dahinter liegenden Wohnhäusern und Gärten nicht das einfallende Sonnenlicht genommen wird. An den Bauten der Frankenallee 176-200 lässt sich übrigens die ursprüngliche Fassadengestaltung noch gut ablesen. Der Wechsel von Loggien und Gebäudevorsprüngen macht die enge Verzahnung von Innen- und Außenraum sichtbar.

Die stadtgeographische Lehrwanderung wurde im Sinne der Ankündigung durchgeführt. Die recht interessierte Gruppe löste sich in der Mainzer Landstraße auf, so dass jeder mit der Straßenbahn in die gewünschte Richtung fahren konnte.

Literaturauswahl
1) Fünfzig Jahre Aktiengesellschaft Hellerhof. Frankfurt 1952
2) Das Neue Frankfurt. Faksimiledruck der 1930 erschienenen Monatshefte (Fünf Jahre Wohnungsbau in Frankfurt, hrsg. von Dietrich-Wilhelm Dreysse)
3) Helen Barr, Ulrike May: Das Neue Frankfurt. Spaziergänge durch die Siedlungen Ernst Mays und die Architektur seiner Zeit. Frankfurt 2007


Pappnasenwanderung

vom 31.01.2018

Wanderführung H. und H. Seipp

Danke an Helmuth für den Bericht sowie an Simone für die Bilder

 

Unsere Mittwochswanderer, 27 an der Zahl, wanderten ihre 8 km in 2 Stunden bei bedecktem Himmel und teils frischem Gegenwind von Nied über Sossenheim nach Unterliederbach. Ziel war das "Meier Gustl's" wo wir mit Pappnasen und Hütchen bei eigens mitgebrachter Musik und guter Stimmung eine zünftige Fastnachtsparty feierten

Weitere Bilder unter:

Ostend

vom 20.01.2018

Wanderführung P. Brunner

Danke an Phil für den Bericht sowie an Jutta und Katja für die Bilder

Am Erkundungsgang Ostend beteiligten sich insgesamt 34 Personen, 25 vom Taunusklub Nied (darunter 2 Gäste, und 9 vom Taunusklub Bad Soden unter Leitung von Manfred Scheuer).

Der Rundgang führte bei den meisten Teilnehmern zu neuen Informationen und Erkenntnissen. Es wurde z.B. am Parlamentsplatz auf den Zusammenhang von Parlamentsviertel und Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 hingewiesen und am Röderbergweg auf das frühere Wohnhaus des Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze. An der Übernachtungsstätte Ostpark des "Frankfurter Vereins", der wohnungslosen Menschen Hilfen anbietet, fanden Begegnungen statt. Der "Frankfurter Garten" am Danziger Platz wurde als Urban-Gardening-Projekt begutachtet. Über Atelierfrankfurt (seit 2007 in der Schwedlerstr.1-5), das als das größte Kunstzentrum in Hessen gilt, wurde gesprochen.

Die Gaststätte "Zur Insel" (Schmickstr.16a, im Osthafengelände zwischen Nordbecken und Südbecken) am Samstag wurde extra für uns geöffnet undwir wurden freundlich bewirtet. Wir genossen die Mittagspause .

Der anschließende Teil unserer Stadterkundung wurde wegen starken Regens im Einverständnis aller Beteiligten erheblich gekürzt. An der Gedenkstätte (eröffnet 2015) vor der ehemaligen Großmarkthalle, die u.a. mit auf dem Boden eingravierten Zitaten an die mehr als 10000 jüdischen Menschen erinnert, die von dort aus deportiert wurden, löste sich die Gruppe auf, so dass Hafenpark sowie Ruhrorter und Weseler Werft nicht mehr gemeinsam besichtigt wurden.

Literaturauswahl:
1) Susanne und Ralph Haerth: Ostend (Societäts-Verlag 2012)
2) Ostend. Blick in ein jüdisches Viertel. Mit Beiträgen von Helga Krohn u.a. 2.Auflage 2004 (Societäts-Verlag)


Traditionswanderung Gesamt TK

vom 07.01.2018

Wanderführung M. Kuhn und S. Kloß

Danke an Michael für den Bericht

 

Das Jahr 2018 steht ganz im Zeichen der 150 Jahre Taunusklub. Und so beteiligte sich der Taunusklub Frankfurt-Nied e. V. mit 13 Teilnehmer an der Traditionswanderung des Gesamt Taunusklub und seinen Mitgliedsvereinen. Auf dem neu angelegten „Jubiläumsweg“ ging es von Oberursel-Hohemark vorbei am Altkönig, über den Fuchstanz hinauf auf den Feldberg. Diesen Weg hatten wahrscheinlich unsere Gründungsväter vor 150 Jahren begangen. Oben auf dem Feldberg saßen wir gemütlich bei Erbseneintopf und Würstchen zusammen. Wer noch wollte konnte hinterher noch Kaffee und Kuchen zu sich nehmen. Die Wanderung und das Beisammen sein wurde vom Hessischen Rundfunk begleitet und aufgezeichnet. Dies wurde am selben Abend in der Hessenschau in einem kleinen Beitrag gesendet. Im Anschluss wanderte der Taunusklub Frankfurt-Nied e. V. wieder auf dem Jubiläumsweg zurück nach Oberursel- Hohemark, um von dort aus die Heimreise anzutreten. Alle Teilnehmer bedanken sich beim Gesamt Tk für diese schöne Veranstaltung.